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6.3.2010: Dampfmaschinensammlung vaporama in Thun - Generalversammlung 2010

vaporama verf├╝gt ├╝ber eine umfangreiche Sammlung von ├╝ber 50 Dampfmaschinen unterschiedlichster Bauart, Gr├Âsse und Herkunft. Sie gibt einen breiten ├ťberblick ├╝ber die wichtigsten Abschnitte in der Geschichte des Dampfmaschinenbaus und umfasst Maschinen der Baujahre 1859 bis 1960, also Repr├Ąsentanten aus 100 Jahre Technikgeschichte. Als Prunkst├╝cke der Sammlung gelten neben dem in Betrieb stehenden Raddampfer Bl├╝mlisalp, eine 1-Zylinder-Balancier-Dampfmaschine der Giesserei und Maschinenfabrik Berlin-Charlottenburg aus dem Jahre 1859, die stehende 3-Zylinder-Verbundmaschine, mit welcher Sulzer im Jahre 1889 an der Weltausstellung in Paris die Leistung der schweizerischen Maschinenindustrie repr├Ąsentierte und eine liegende 3-Zylinder-Verbundmaschine von Sulzer und Escher Wyss, 1899 als Labormaschine f├╝r die ETH Z├╝rich gebaut, an welcher bis 1983 die angehenden Maschineningenieure ausgebildet wurden. Aus Dampfschiffen sind die oszillierende 2-Zylinder-Verbundmaschine, gebaut 1899 von Escher-Wyss, eine Dampfdynamogruppe King/Alioth von 1880 und eine fr├╝he Laval-Turbine im Dampfdynamo von 1899 erhalten. F├╝r uns Eisenbahnfreunde besonders von Interesse d├╝rften der Eimerkettenbagger der BLS von 1900 und der Dampfhammer aus der HW Olten von 1904 sein. Auch nach mehr als 20 Jahren hat das vaporama noch keine definitive Bleibe gefunden, obwohl die Sammlung Zeugnisse einer faszinierenden und f├╝r unser Land wichtigen industriegeschichtlichen Epoche pr├Ąsentieren kann und damit an die Leistungen der Generation unserer V├Ąter und Grossv├Ąter erinnert. Die Sammlung gilt nach Einsch├Ątzung von Experten als einmalig in der Schweiz und hervorragend f├╝r Europa. Dennoch erh├Ąlt die Stiftung weder von der Politik, noch aus der Wirtschaft die n├Âtige Unterst├╝tzung, um die Vision eines Dampfparks als Ausstellungsplattform realisieren zu k├Ânnen. Anders als in vielen L├Ąndern Europas, ist Industriekultur in der Schweiz bei den kulturpolitischen Entscheidungstr├Ągern gross mehrheitlich leider noch immer ein Fremdwort. Mittlerweile ist sogar das Provisorium in den ├ľkonomiegeb├Ąuden von Schloss Schadau in Thun gek├╝ndigt. Wird kein neuer Standort gefunden und bleibt die Unterst├╝tzung der ├Âffentlichen Hand und privater Sponsoren weiterhin aus, dann ist eine Liquidation unumg├Ąnglich und einem grossen Teil der 800 Tonnen umfassenden Sammlung aus 100 Jahren Industriegeschichte droht gar die Verschrottung!

 

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